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| Auf meinem Ubuntu Linux System stellen Totem, MiniTube und andere Videoabspieler (aber nicht Flash und HTML5 Videos im Browser) falsche Farben dar. Blauer Himmel wird z.B. orange, Gesichter grün. | On my Ubuntu Linux system Totem, MiniTube and other video players (but not Flash and HTML5 videos in browsers) get displayed with wrong colors. For example, blue sky turns orange, faces turn green. |
| Das liegt an einer verstellten Einstellung zum Farbton von Videos. (Siehe Ubuntu Forum) Unter askubuntu findet man die Lösung: | This is caused by a wrong setting of the hue on video playback. (see Ubuntu forum) The fix for this has been provided by askubuntu: |
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Ventil meiner flüssigen und überflüssigen Gedanken
Mittwoch, 23. Januar 2013
Falsche Farben bei Videos in Totem, MiniTube etc. / Wrong colors of videos in Totem, MiniTube etc.
Unartige Kinder aufgepasst...
... sonst ergeht es euch so:
Ein Blick auf Vala
Vala ist eine Programmiersprache, die seit 2006 im Linux-Umfeld verfügbar ist. Ich habe mich daran gesetzt, ein kleines Projekt in Vala auszuführen und hier mein Resümee.
Compiler und Tools
Der Vala Compiler und etwaige Bibliotheken konnte ich einfach aus den Ubuntu Paketquellen beziehen.
IDE
Niemand lernt gerne Buildskripte oder kryptische Kommandozeilenbefehle oder tippt in einem Texteditor herum. Ernsthaftes Programmieren findet daher normalerweise in einer IDE, einer integrierten Entwicklungsumgebung statt. Für Vala sieht es da ziemlich mau aus. Ich habe MonoDevelop verwendet und das dafür verfügbare Vala-Plug-In installiert, beides aus den Ubuntu Paketquellen. Für Windows... nun, Pech gehabt.
Die Guten, die Schlechten und die Hässlichen
Die IDE funktioniert, ist aber sehr langsam. Debugging ist eine Qual. Gut, das hat nichts mit Vala zu tun, zeigt aber, dass sich da nicht unbedingt viele Gedanken gemacht wurden. Ich habe den Eindruck, dass Vala dringend eine richtige IDE benötigt.
Die Dokumentation (kontextsensitive Hilfe) ist bestenfalls als rudimentär zu bezeichnen, bei mir fiel sie zwischenzeitlich gerne auch aus. Also immer wieder lästig in der Online-Dokumentation herumsuchen, die überdies oft nicht mehr als nur die Signatur von Methoden, Signalen und Properties zu bieten hat. Zu wenig Beispiele, zu wenig Dokumentation, ... das Leben des Vala-Programmierers ist hart, denn letztendlich muss er doch immer wieder in die C-Quellen der Bibliotheken schauen. Vala fehlt, wie den meisten Open-Source-Projekten, eine vernünftige Dokumentation.
Wobei wir schon beim nächsten Punkt wären: C. Vala ist C# in vielen Dingen sehr ähnlich (es gibt Signale/Events, Properties, viele gleiche Schlüsselwörter, ...), man merkt jedoch stark, dass Vala auf Biegen und Brechen mit dem steinalten und unkomfortablen C kompatibel sein muss und dass es stark mit der Linux-Welt (besonders GNOME) verbandelt ist. Beispiele gefällig?
- Methoden überladen - geht nicht. Methoden unterschiedlicher Signatur müssen unterschiedliche Namen haben. Das mag für einen C-Programmierer wenig ausmachen, ist aber wirklich nicht mehr Stand der Technik.
- GObject und co. - Vala nutzt die Infrastruktur von GObjekt sehr heftig, hat sie aber nicht richtig in die Sprache integriert. Wenn faktisch jede Klasse ohnehin von GLib.Objekt ableitet muss - warum ist das nicht in die Sprache integriert und ich muss es immer wieder angeben? So fühlt sich Vala immer wieder als Wrapper für GObject und Konsorten an, seien es Signale oder das lästige Speichermanagement. Es sind die technischen Schwächen von C und GObject, wegen derer man sich in Vala mit den owned und unowned Schlüsselwörtern herumschlagen muss, wegen derer Multithreading stellenweise kompliziert ist (siehe yield), wegen derer man sich Gedanken ums Speichermanagement machen muss (das tun Ada, Java und C# selbstständig).
- Es fehlt an plattformübergreifenden Bibliotheken. Python, Java, JavaScript, Ruby, C#, Delphi, Ada, diese Sprachen sind erfolgreich, weil sie einen umfangreichen Satz an Bibliotheken mitbringen, die immer und überall verfügbar sind. In Vala muss man sie sich erst besorgen. Das mag für einen C-Programmierer Alltag sein, als moderner Programmierer ist es aber einfach nur lästig.
Jedoch bringt Vala auch einige nette syntaktische Neuigkeiten mit, die C# noch vermissen lässt:
- Default-Werte für Properties.
- Das aus C# bekannte INotifyPropertyChanged Interface, mit dem man Wertänderungen eines Properties mitgeteilt bekommt, wird in Vala praktisch automatisch umgesetzt, weil GObject es kann.
Fazit
Für einen C# Programmierer (oder Java...) hat Vala wenig zu bieten, es ist vor allen Dingen sehr schlecht dokumentiert und es fehlen Beispiele, die IDE und das Tooling sind eher dürftig. Für größere oder plattformagnostische Projekte ist das einfach zu unbequem. Will man aber ein kleines Programm für Linux schreiben und kennt sich ohnehin schon in den gängigen Linux-Bibliotheken aus, so ist Vala eine sehr gute Alternative zu C, C++ und anderen Katastrophen und spart tatsächlich Zeit. So findet man in der Liste der in Vala geschriebenen Projekte denn auch fast nur kleine Progrämmchen.
Dennoch: Unter Linux wird Vala wohl längere Zeit überdauern, weil Unity und Zeitgeist (beide Teil von Ubuntu) damit entwickelt werden.
Will man größere Projekte schreiben oder plattformunabhängig sein oder mehr Dokumentation haben, so sollte man statt Vala lieber eine andere Sprache nutzen. Von denen, die Ubuntu vorschlägt, scheinen mir QML, C#, JavaScript und Python die geeigneteren Alternativen zu sein.
Donnerstag, 3. Januar 2013
Dumme Arten, zu sterben...
Dumme Arten, zu sterben. Verpackt als süßes Lied. Ich geh kapott.
Mittwoch, 2. Januar 2013
Unable to connect to RDP server / Verbindung zum RDP Server fehlgeschlagen
| German | English |
| Nachdem ich von meinem Rechner mit Ubuntu 12.04 lange Zeit via RDP (z.B. mit Remmina) auf einen Windows 7 Rechner zugriff, hat dies vor kurzem plötzlich aufgehört zu funktionieren mit folgendem Fehler: | I've connected to Windows 7 from my Ubuntu 12.04 for some time now via RDP (e.g. using Remmina). However, this has suddenly stopped working recently. I got the following error: |
| Verbindung zum RDP Server fehlgeschlagen | Unable to connect to RDP server |
| Das Problem steckte im Cache für bekannte Hosts und ihre Fingerprints. Dadurch wird normalerweise sichergestellt, dass man mit dem richtigen Zielrechner verbunden wird. Die Lösung für das Problem findet man mal wieder bei ask ubuntu, man muss den Cache löschen. Also einfach die Kommandozeile öffnen und folgenden Befehl ausführen: | The problem originated from a cache of known hosts and their finger prints. Normally, this would ensure that you connect to the right target PC. The solution for the problem can once again be found on ask ubuntu, you simply have to clear the cache. So open a terminal and type: |
rm ~/.freerdp/known_hosts | |
(Man kann auch das ganze Verzeichnis ~/.freerdp löschen...) |
(You could also delete the folder ~/.freerdp....) |
Samstag, 29. Dezember 2012
Kommt ein neues Jahr
Kommt ein neues Jahr,
kommen neue Tage,
leicht und schwer zu tragen.
Kaum nimmt ein Baum die Blätter wahr.
Kommt eine neue Nacht,
kommen neue Träume,
wachsen in den Himmel, wie die Bäume.
Kaum hat ein Berg sich in den Himmel aufgemacht.
Kommt ein neues Leben,
bleibt die alte Liebe,
hängt wie Gold im Sieb.
Kaum kann sich eine Hand aus einer größeren begeben.
kommen neue Tage,
leicht und schwer zu tragen.
Kaum nimmt ein Baum die Blätter wahr.
Kommt eine neue Nacht,
kommen neue Träume,
wachsen in den Himmel, wie die Bäume.
Kaum hat ein Berg sich in den Himmel aufgemacht.
Kommt ein neues Leben,
bleibt die alte Liebe,
hängt wie Gold im Sieb.
Kaum kann sich eine Hand aus einer größeren begeben.
Nachdenkliches für die Zeit zwischen den Stühlen
Leere Hände
Sven pustete in seine Fäuste um sich zu wärmen. Was für ein eiskalter Winter! Selbst Lena, seine Hündin, schüttelte sich und winselte zum Erbarmen. Zu Weihnachten, wenn alle Geschäfte schlossen und sich die Straßen langsam leerten, da war es am allerschlimmsten. Und in diesem Jahr fand man nicht einmal in den U-Bahn-Haltestellen oder den Wartehäuschen Schutz vor dem eisigen Wind. Wenn all die Spießer in ihren geheizten Wohnkäfigen saßen und blöde Geschenke auspackten, dann war Sven eigentlich nicht so undankbar für ein Leben auf der Straße. In diesem Jahr war es anders. Mochten die Spießer Spießer sein, aber eine Heizung... Sven war bestimmt nicht leicht klein zu kriegen, aber die Nachte hatte ihn angekratzt und er schlotterte heimlich auf der Bank.
So kam es, dass er hier, an diesem unwahrscheinlichen Ort war, wo keine zehn Pferde ihn sonst hingezogen hätten. Er hatte sich in den katholischen Morgengottesdienst der Aegidienkirche gesetzt. Es war der früheste Gottesdienst an diesem ersten Weihnachtsfeiertag, und die große Kirche zwar nicht warm, aber wenigstens die Bänke verfügten über eine bescheidene Heizung unter der Sitzfläche. Von dem Gottesdienst hatte Sven nicht viel mitbekommen. Die seltsamen Lieder kannte er nicht, die alberne Aufmachung des Gurus da vorne verstand er nicht, Gott hielt er für einen billigen Trost, und das ständige Hinsetzen und Aufstehen fand er so dämlich, dass er gleich sitzen blieb. Auf dem warmen Platz. Billiger Trost, dieser Gott, aber seine Wohnstube kam Sven diesmal wirklich nicht ungelegen, das musste er auch zugeben.
Die Dame in ihrem Pelznerz, die vorhin etwas von ihm weggerutscht war, schaute immer wieder argwöhnisch auf Lena, die erschöpft zu Svens Füßen kauerte. Sven fühlte ihren bohrenden Blick - und ignorierte ihn. Schließlich konnte er Lena draußen schlecht erfrieren lassen.
Nach einer Weile hörte Sven vertrautes Geklimper. Wenige Momente später tauchte ein blauschwarzes Säckchen unter Svens Nase auf. Die Nerzdame hielt es ihm vorwurfsvoll vor das Gesicht. Er schaute weg. Sie schüttelte das Säckchen. Sven starrte sie an. Dann zog er die Hände hervor, auf die er sich gesetzt hatte, in der Hoffnung, dass das Beutelchen weitergehen würde. Er kramte verlegen in seinen zerschlissenen Taschen herum. Leer. Natürlich leer. Am 25. Dezember früh morgens gab es keinen, den man um ‘nen Euro anschnurren konnte, ein mieser Termin für’s Business. Die Dame schüttelte den Beutel wieder. Sven wurde nervös. Heimlich riss er sich einen Kopf von dem Ärmel, der der Nerz-Schnepfe abgewandt war. Dann warf er den Knopf möglichst geräuschvoll in das Beutelchen und grinste doof. Die olle Tante grinste auch, und zwar ebenfalls doof. Dann drehte sie sich wieder um. Sven dachte: “Scheiß drauf, lieber warme Hände als ein dämlicher Knopf an der Jacke.”
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